Neubau heißt nun offiziell „Museums-Tenne“

Am letzten Tag der Museums-Saison 2021, dem 10. Oktober, fand – wie berichtet – der „Dörfliche Landmarkt“ im Museum Oedelsheim leider nicht statt.

Dafür konnte der Vorstand des HVV den Gewinner der Namens-Ausschreibung für den neuen Ständerbau im Museums-Garten begrüßen und ehren: Rudi Mahlmann (Oedelsheim) hatte mit seinem Vorschlag den richtigen „Riecher“ und bekam als Preis dafür einen Präsentkorb überreicht.

Der neue Ständerbau heißt von nun an „Museums-Tenne“ und hat 2021 während der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen bereits einigen Vereinen ein Dach über dem Kopf bieten können – der Posaunen-Chor und der gemischte Chor „Colours of Music“ haben hier geprobt.

Ein herzliches Dankeschön für diese Initiative und den neu geschaffenen Raum gilt zum einen dem Vorstand des HVV, der durch Mittel aus dem LEADER-Programm und auch mit eigenen Finanzen diesen Neubau ermöglicht hat. Großer Dank geht selbstverständlich an die ausführenden Handwerker und ihre Helfer, vor allem Rudi Mahlmann für unzählige Stunden, aber auch Werner Niemeyer für das Anbringen der Elektrik.

Eine offizielle Einweihung der Museums-Tenne wird es hoffentlich im nächsten Jahr geben, nach bewährter Art des Museums-Teams! Entsprechende Ankündigungen folgen rechtzeitig an dieser Stelle und in der Lokalpresse.

„Wir machen weiter“

In den letzten Monaten wurden auch Vereine und alle Ehrenamtlichen im Kulturbereich von der ungewöhnliche Situation erfasst und vor große Herausforderungen gestellt, auf die sie sich einstellen mussten. Auch das Museum Oedelsheim blieb in diesem Jahr zunächst geschlossen. Nachdem die Kontaktverbote gelockert wurden, haben die Ehrenamtlichen des Oedelsheimer Vereins Heimat & Brauchtum aber nun die Chance genutzt und mit verschiedenen Arbeiten im Innen- und Aussenbereich begonnen.

Vieles kann von den Mitarbeitern in Eigenregie und mit kleinen Mitteln vorgenommen werden: Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet, die Sitzbänke restauriert und ein Willkommensschild und zahlreiche Hufeisen angebracht, die den Besuchern viel Glück versprechen.

Auch im Ausstellungsbereich wurde einiges geschafft: die Neugestaltung des Eingangsflurs sowie der Umzug der „Heimatstube“ der heimatvertriebenen Sudetendeutschen ist zu nennen, die jetzt im Erdgeschoß angesiedelt ist. Hier sind alle Objekte und Dokumente gut zugänglich und übersichtlich angeordnet und besonders für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gut zu erreichen.

Das Museumsteam freut sich sehr, dass es aufgrund der geänderten Situation doch noch die Gelegenheit gibt, einige Wochen in diesem Jahr für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Vom 13. September bis 18. Oktober wird die Sonderausstellung „Der gestiefelte Kater“ (konzipiert von der Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel) auf rund 200m2 im ganzen Museum zu sehen sein. Aufgrund des weitläufigen Gebäudes ist es möglich, unter Einhaltung der nötigen Abstands- und Hygieneregeln für Besucher eine sichere Situation zu schaffen.

Trotz dieser Vorsichtsmassnahmen, die einen normalen Ausstellungsbetrieb ermöglichen, sieht sich der Vorstand leider nicht in der Lage, den „Dörflichen Landmarkt“ in diesem Jahr zu veranstalten. „Es ist uns nicht leicht gefallen,“ so die Sprecher des Vorstandes, „aber es wäre ungerecht, aufgrund der derzeitigen Bestimmungen eine Auswahl an Standbetreibern zu treffen, um die Abstände zu garantieren, bzw. die Besucherzahl künstlich zu begrenzen.“ Die Gesundheit der Besucher, der Helfer und der Aussteller könne im Fall eines normalen Marktbetriebes nicht hinreichend garantiert werden, der jedes Jahr bis zu 600 Besucher zählt, so der Vorstand. Umso mehr hofft der Verein auf die Saison 2021 und darauf, dass ein normaler Betrieb des Museums und seiner überregional bekannten Museumsfeste wieder möglich sein wird.